Die NaturErkundungsSTation
Projektträger: Tabula e. V. in Kooperation mit der NaturErkundungsSTation (NEST) Wolfsburg
Wolfsburg
Eigene konkrete Erfahrung – ob im NEST-Wald oder durch Muskelkraft auf dem Energiefahrrad - schafft Motivation, unsere Erde und unser Klima zu erhalten. Durch die Unterstützung von walk4help können wir unser Angebot deutlich ausweiten.

Der Verein Tabula e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen in Wolfsburg Unterstützung auf ihrem Bildungsweg zu bieten. Sein Fokus richtet sich dabei vor allem auf die Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihrer sozialen Situation weniger Bildungserfahrungen sammeln. Auch diese jungen Menschen sollen Bildung vielfältig erfahren, indem ihnen eine Bildungstafel – eine „tabula“ (lat.) – bereitet wird. Unterschiedliche Akteure übernehmen hierbei die Aufgabe, die Bildungstafel mit verschiedenen Angeboten reichhaltig zu decken.
Die NaturErkundungsSTation (NEST) ist ein anerkannter außerschulischer Lernort für BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und ein regionales Umweltbildungszentrum in Wolfsburg. Durch ihre Lage am Stadtwald kommt hier dem Thema Lernen durch Erfahrungen, besonders Naturerfahrungen, in ihren Veranstaltungen ein besonderer Stellenwert zu. Gleichzeitig stehen die Programme der NEST im Kontext des globalen Lernens und einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft, so dass Angebote zu verschiedenen Nachhaltigkeitszielen, z. B. zu Energie und Klimawandel eine wichtige Rolle spielen.
Gerade das Thema „Energie“ nutzen NEST und der Verein Tabula e. V. in Zusammenarbeit, um Kinder und junge Menschen für einen nachhaltigen Lebensstil zu sensibilisieren, denn es berührt ihren Alltag in vielfältiger Weise: von der Beleuchtung im Klassenraum über die Handy-Nutzung bis hin zu Nahrungsaufnahme und Fortbewegung.
Dafür sollen die vorhandenen Konzepte durch die Förderung durch den walk4help mit neuem, zeitgemäßem Material ausgestattet werden. Insbesondere ein Energiefahrrad, auf dem die Kinder selbst erleben können, wieviel Muskelkraft man aufwenden muss, um elektrische Geräte zu betreiben, trägt dazu bei, dass der abstrakte Themenbereich „Energie“ real erfahrbar und körperlich spürbar erschlossen wird. Schon mit einfachen Versuchen, ein Radio oder einen Wasserkocher zu betreiben, können erste Energiesparerkenntnisse für den Haushalt abgeleitet werden. Um den Anforderungen eines modernen, mediengestützten Unterrichts gerecht zu werden, sind Zubehör und eine USB-Schnittstelle notwendig. Damit sind die Experimente auch für ältere Schüler sinnvoll mit aktuellen Methoden auswertbar. Ein Einsatz des Gerätes für Aktionstage und Tage der offenen Tür ist außerdem geplant.
Als Gegenstück dient ein Dampfmaschinenmodell, um zu verstehen, wie statt Muskelkraft Brennstoffe zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
Solarbausätze und Windräder, die in einen Windkanal gehalten werden können, ergänzen die Experimente, die ganzheitlich erfahrbar machen, wie Energiewende gestalten werden kann.
Darüber hinaus soll der Materialfundus von NEST auch in Bezug auf weitere maßgeschneiderte Bildungsangebote, ausgerichtet auf die Entwicklungs- und Rahmenpläne von Schulen und Kitas erweitert werden. Dieser Materialfundus soll neben der systemischen Bildungsarbeit in den Schulen auch Veranstaltungen mit großer Breitenwirkung ermöglichen (z. B. bei Aktionstagen für Kinder und Familien, Ferienangeboten u. ä.). Auch hier steht das Thema Erfahrungslernen im Fokus, z. B. mit einem Barfußpfad, der nicht nur Menschen mit der Natur verbindet und Erlebnisse schafft, sondern auch den Blick auf etwas Selbstverständliches wie den Boden lenkt, der weltweit bedroht ist und den es zu erhalten gilt.
Um diese Programme für Schulen, Kitas und Familien außerhalb der formalen Bildungseinrichtungen anbieten zu können, möchte NEST verstärkt mit Waldpädagogen zusammenarbeiten. Alle Programmangebote finden dabei grundsätzlich in und in der Nähe der Räume der NEST statt.
Aufgrund beschränkter räumlicher Kapazität soll darüber hinaus ein offener Waldpavillon in unmittelbarer Nähe errichtet werden, so dass gerade die Angebote um Natur zu erleben auch (ausschließlich) draußen stattfinden können. Durch einen damit entstandenen dritten Lernraum können vermehrt die Kapazitäten ausgeweitet werden.